Aktuelles

Ausstellungen und Veranstaltungen

Die Sonderausstellung „Töchter und Söhne von Niesky – Lebenswege vom 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ war im letzten Jahr ein Besuchermagnet im Johann-Raschke-Haus. Nun gibt es die Ausstellung auch als Buch. Darin werden Menschen des 20. Jahrhunderts vorgestellt, die vielen Nieskyern noch persönlich bekannt und in Erinnerung sind. Ob Historiker, Pfarrer, Fleischer, Lehrer, Betriebsdirektor, Diakonisse, Campingplatzleiter, Schlosser oder Arzt - anhand von 39 individuellen Lebensläufen werden Menschen vorgestellt, die in Niesky gelebt oder gearbeitet haben. Alle Biografien sind durch das gesellschaftliche und politische Geschehen geprägt und stehen exemplarisch für ihre Zeit. Als interessante Mosaiksteinchen fügen sie sich zusammen und vermitteln lebendig die Geschichte der Stadt.

Die Broschüre ist für 14,95 € im Museum erhältlich. Auch vom 2017 erschienenen ersten Teil „Töchter und Söhne von Niesky – Lebenswege aus 275 Jahren” gibt es noch einige Restexemplare.

Als 1779 in Görlitz ein städtischer Zeichenlehrer gesucht wird, bekommt der 45-jährige Johann Gottfried Schultz diese Stelle nicht – obwohl er sich viele Jahre als Verwalter der Milden Stiftungen und Architekt für die Neubauten der Heilig-Geist-Kirche und des St. Jakobshospitals bewährt hatte. Enttäuscht verlässt er die Stadt, zieht nach Niesky und darf endlich bei der Brüdergemeine Zeichenunterricht für Knaben erteilen. Aber als Mitglied der Gemeine werden ihm schon bald andere Aufgaben zugeteilt. In seiner Freizeit fertigt er weiterhin Blätter mit Ansichten von Herrnhut, Bärwalde oder auch immer wieder von Niesky. Auch seinen Lebensabend verbringt er in dieser kleinen Stadt. Er vermacht hunderte Zeichnungen von Kirchen und Grabmalen, Burgen und Städtchen der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Im Graphischen Kabinett der Görlitzer Sammlungen werden sie noch heute bewahrt. Sie sind ein unendlich wertvoller Schatz, denn sie bergen die ältesten Bilder der Oberlausitzer Heimat aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Am 17. Juni des Jahres 1722 trat die Stiftung eines Versorgungs- und Erziehungsheimes für Töchter aus nicht vermögenden adligen Familien der Oberlausitz mit der kurfürstlichen Bestätigung in Kraft. Der selbst ledige und kinderlose Stifter Joachim Sigismund von Ziegler und Klipphausen (1660–1734) hatte bis dahin über zwei Jahrzehnte seine ganze Kraft und nahezu sein gesamtes Vermögen in die Einrichtung des „Freien weltadligen evangelischen Fräuleinstifts Joachimstein“ investiert und dazu auf seinem Gut Radmeritz südlich von Görlitz eines der prachtvollsten Barockschlösser der gesamten Lausitz und Sachsens errichten lassen. Bis das Stift erst 1728 endgültig seine Arbeit aufnehmen konnte, war jedoch noch sehr viel zu bauen, zu planen und einzurichten. Schließlich bezogen aber die ledigen Töchter aus gutem Hause die klosterähnliche Gemeinschaft und wurden hier unter den wachsamen Augen einer Stiftshofmeisterin versorgt und ausgebildet. Der Zweite Weltkrieg brachte das traurige Ende der erfolgreichen Adelsstiftung und hinterließ im heutigen Radomierzyce/PL nur noch die ruinösen Reste der einstigen Pracht.

Optimistisch geschätzt, existieren in der Lausitz noch ca. 250 Schrotholzgebäude – die Zeugen einer fast vergessenen Volksbauweise im Osten Deutschlands. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckte sich noch vor gut hundert Jahren über weite Teile Sachsens, Brandenburgs und Schlesiens. Heute ist ihr Bestand jedoch stark zusammengeschrupft und nur in ihrem Kerngebiet, in und rund um die Muskauer Heide lassen sich noch heute Relikte dieser archaisch anmutenden Blockbauweise finden. Niesky liegt heute am äußersten südlichen Rand des Verbreitungsgebietes. Obwohl kein einziges Schrotholzgebäude auf unmittelbarem Stadtgebiet mehr vorhanden ist, so spielen sie doch in der Geschichte der Siedlung eine Rolle und ihre Spuren reichen bis in die Gegenwart. Begleiten Sie den Referenten bei einer Bilderreise durch die Schrotholzhausregion und helfen Sie mit, die Erinnerung an die traditionelle Baukunst wach zu halten.

In der südöstlichen Ecke Polens gelegen, gehört die Woiwodschaft Podkarpackie, auch kurz Podkarpacie (Karpathenvorland), zu den „exotischsten“ Regionen des Landes. Sie verdankt dies der  wilden Natur im Bieszczady-Gebirge, wo heute noch Bären, Wölfe und Luchse leben, aber unter anderem auch den schönen orthodoxen und griechisch-katholischen, aus Holz gebauten Dorfkirchen.  Die ursprünglichen Bewohner dieser Gegend, Lemken und Bojken, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ausgesiedelt. Weniger bekannt ist, dass hier in den Karpaten die Weltkarriere des Erdöls als Brennstoff begann. Am Rand des Gebirges, entlang der alten Handelsstraße via regia, liegen die schönen alten Städe Łańcut, Jarosław, Przeworsk und Przemyśl mit ihren zahlreichen Architekturdenkmälern. Hier liegt auch die Hauptstadt der Region, Rzeszów, eine der sich am schnellsten entwickelnden Städte Polens.

In ihrer Anzahl sind sie einmalig – die über achtzig Präsentationsmodelle des DDR-Metallleichtbaukombinates. Weltweit wurden sie zwischen 1970 und 1989 auf Messen und Ausstellungen gezeigt, um für die Produkte des größten zentralgeleiteten Baubetriebes zu werben. Was kaum jemand weiß: Die Werkstatt, welche die koffer- bis tischgroßen Modelle fertigte, befand sich im MLK-Werk Niesky. Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg und der TU Braunschweig präsentieren erstmals öffentlich ihr neues Forschungsprojekt zum Stahl- und Metallleichtbau der DDR, zu welchem die filigranen Modelle aus Niesky den Anlass boten.

Firmentafel Schneefernerhaus

Ein ehemaliger Nieskyer entdeckte 2013 eher zufällig auf einem Flohmarkt ...

3-D-Puzzle auf dem Experimentiertisch

Als besonderes Objekt in der Dauerausstellung sowie als 3-D-Puzzle ...

Neue Eigenheime in Standart-Bauweise

Seit 1912 erschienen regelmäßig aktualisierte Musterhauskataloge ...

Errichtung der touristischen Unterrichtungstafel

Am Montag, dem 17.8.2020, wurde die touristische Unterrichtungstafel “Niesky-Holzbauten der Moderne” ...

Aktuelles und News Konrad-Wachsmann-Haus

Das Konrad-Wachsmann-Haus, ein Lieblingsplatz für alle!